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Ausbildung bei der Freiwilligen Feuerwehr Asperg

Nach ihrer Aufnahme und Einkleidung, nehmen die Feuerwehranwärter an den regelmäßigen, monatlichen Übungen teil. Jeder Feuerwehrmann hat vier, sogenannte Pflichtlehrgänge in seiner zweijährigen Ausbildungsphase zu absolvieren, die nachfolgend genauer erläutert werden.


Grundausbildung

Nach Eintritt in die Freiwillige Feuerwehr wird versucht den Anwärter möglichst schnell zur Grundausbildung anzumelden. Dieser Lehrgang beginnt mit einem mehrtägigen Erste-Hilfe-Kurs, dem sich eine 72-stündige feuerwehrtechnische Ausbildung anschließt. Die Grundausbildung dauert in der Regel 4-6 Wochen und findet unter der Woche abends, sowie an den Samstagen ganztägig statt. Neben theorethischem Unterricht stehen überwiegend praktische Ausbildungsteile auf dem Programm. Gelehrt wird unter anderem, das korrekte Anleitern an Gebäuden, das Verlegen von Schlauchleitungen, das Grundwissen für Gefahrguteinsätze und Technische Hilfeleistungseinsätze.

Abgeschlossen wird die Grundausbildung mit einem schriftlichen Test, den die Anwärter bestehen müssen. Anschließend wird das erlernte Wissen und Können bei einer öffentlichen Abschlussübung unter Beweis gestellt.

Nach bestandener Grundausbildung können die Feuerwehrangehörigen am Alarmdienst teilnehmen und erhalten ihren Funkmeldeempfänger. Angehörige der Jugendfeuerwehr haben die Möglichkeit ihre Grundausbildung bereits mit 17 zu absolvieren. Am Einsatz dürfen sie jedoch erst mit dem 18. Geburtstag teilnehmen.

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Sprechfunkerlehrgang

Voraussetzung, um am Sprechfunkerlehrgang teilnehmen zu können, ist die erfolgreich abgeschlossene Grundausbildung. In aller Regel findet dieser Lehrgang an zwei Abenden, sowie einem Samstag statt und umfasst mindestens 16 Stunden. Darin lernen die Feuerwehrangehörigen wie ein Funkgerät funktioniert,den Umgang mit Handsprechfunkgeräten, den Unterschied zwischen 2 m und 4 m Funk sowie die Bedeutung von Funkrufnahmen. Neben Thorieunterricht zeichnet sich auch dieser Lehrgang durch einen hohen Anteil an praktischen Übungen aus. Zum erfolgreichen Bestehen ist auch hier ein schriftlicher Leistungsnachweis erforderlich.

Die Feuerwehrangehörigen können nun Funkgeräte im Einsatz bedienen, sowie die Funktion des Zentralisten übernehmen.

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Atemschutzlehrgang

Sind Grundausbildung und Sprechfunkerlehrgang erfolgreich abgeschlossen, kann der Feuerwehrangehörige, wenn er die weiteren Voraussetzungen erfüllt, mind. 18 Jahre alt ist und die sog. G 26 Untersuchung (Arbeitsmedizinische Untersuchung für Atemschutzgeräteträger) bestanden hat, zum Lehrgang für Atemschutzgeräteträger angemeldet werden. Dieser Lehrgang findet für die Angehörigen der Feuerwehr Asperg in Ludwigsburg statt und geht über drei volle Werktage und umfasst 25 Stunden. Dieser Lehrgang ist vorwiegend praktischer Natur. Die Teilnehmer müssen Belastungsübungen auf dem Laufband und auf der Endlosleiter absolvieren, sowie mehrere Durchläufe durch die Atemschutzübungsstrecke hinter sich bringen. Dies geschieht bei völliger Dunkelheit und verrauchter Umgebung.  

Erst nach dem erfolgreichen Abschluss dieses Lehrgangs, dürfen die Feuerwehrangehörigen als Atemschutzgeräteträger bei Einsätzen und Übungen eingesetzt werden.

Ihre Tauglichkeit und körperliche Fitness müssen alle Atemschutzgeräteträger alle 3 Jahre durch eine arbeitsmedizinische Untersuchung nachweisen. Ab dem 50. Lebensjahr ist diese Untersuchung für jedes Jahr vorgeschrieben.

Da nicht nur für den Brand- sondern auch für den Gefahrguteinsatz viele Atemschutzgeräteträger benötigt werden, ist eine hohe Anzahl von Atemschutzgeräteträgern für die Feuerwehr Asperg unerlässlich, weshalb jeder Anwärter bereits vor seiner Aufnahme in die Feuerwehr diesen Nachweis erbringen muss.

In regelmäßigen Abständen, nehmen die Angehörigen der Feuerwehr Asperg an sogenannten Heißausbildungen im Brandcontainer teil, in denen unter realistischen Bedingungen der Einsatz unter Atemschutz geübt wird.

 

Truppführerlehrgang

Der Truppführerlehrgang setzt den erfolgreichen Abschluss der drei bisherigen Pflichtlehrgänge voraus, und kann frühestens zwei Jahre nach Abschluss der Grundausbildung angetreten werden. Er umfasst mindestens 35 Ausbildungsstunden, die sich auf einen Zeitraum von 3 bis 4 Wochen verteilen. Die angehenden Truppführer/-innen erarbeiten sich das notwendige Wissen und Können um einen Trupp im Einsatz zu führen. Es werden in diesem Lehrgang vor allem die bisherigen Kenntnisse, die sich die Feuerwehrmänner/-frauen in den vergangenen zwei Ausbildungsjahren vertieft und erweitert. Am Ende steht, wie bei jedem Lehrgang ein schriftlicher Test.

Mit dem Durchlaufen dieser vier Lehrgänge ist die Ausbildung bei weitem noch nicht abgeschlossen. Eine permanente technische Weiterentwicklung verlangt von allen aktiven Angehörigen der Feuerwehr Asperg einen erheblichen Übungsaufwand. Dieser wurde auch im Jahr 2009, vor der Indienststellung des GW-G und GW-L gezeigt.

 

Maschinistenlehrgang

Der Maschinistenlehrgang ist kein Pflichtlehrgang. Voraussetzung für die Teilnahme ist der Besitz des Fahrerlaubnisklasse C. Die Ausbildungsdauer beträgt mindestens 35 Stunden und umfasst eine ausführliche fahrtechnische Ausbildung, sowie das Bedienen von Feuerlöschkreiselpumpen, Stromerzeugern, Lichtmasten und hydraulischem Rettungsgerät.

Nach erfolgreich abgeschlossener Prüfung dürfen die Maschinisten im Einsatz Löschfahrzeuge steuern und sämtliche feuerwehrtechnischen Anlagen bedienen.

Maschinisten halten gesonderte Übungsabende ab, die zusätzlich zum normalen Übungskalender durchgeführt werden.


Lehrgang „ABC-Einsatz“

Da die Feuerwehr Asperg den Gefahrgutzug für den Landkreis Ludwigsburg stellt, gibt es die Möglichkeit den 10-tägigen Lehrgang „ABC-Einsatz“ an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal zu besuchen. Voraussetzung ist eine abgeschlossene Ausbildung zum Truppführer, sowie die Tauglichkeit zum Atemschutzgeräteträger. Ziel des Lehrganges ist es die Feuerwehrangehörigen zu befähigen ihre Sonderausrüstung, einschließlich der Schutzkleidung, zu handhaben. Der Lehrgang dauert zehn Tage und findet ganztägig in Bruchsal an der Landesfeuerwehrschule statt.

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